Alpines Segelfluglager Ambri
09.04.12 - 21.04.12 |
 Empfehlung - Sehr anspruchsvoll!
Das Wetter ist unbesiegbar!
Das alpine Segelfluglager Ambri, unmittelbar südlich des Alpenkammes,
unterliegt bekanntlich den Einwirkungen des Nordföhnes. Dies ist ja auch gewünscht,
das gibt tolle Föhnwellen, die mit richtiger Taktik Höhen von
5'000 bis 7'000 müM erreichen lassen.
Ambri liegt ca. 7 km südöstlich von Airolo nach dem Südportal des Gotthardtunnels. Der
ehemalige Militärflugplatz mit einer Pistenlänge von 2'000 m, nutzbar ca. 1'350 m,
liegt in einem nach oben und unten verengten Talkessel. Dies begünstig bei kräftigen Winden
eine Verstärkung des Windes durch die Düsenwirkung. Deshalb wird hier auf eine ganz
besondere Vorsicht hingewiesen. Das neu herausgegebene Merkblatt von Rudolf Stüssi
über sicheres Alpenfliegen weist eindrücklich auf diese Gefahren im Gebirge hin!
Ambri liegt auf 1'000 m AMSL. Normalerweise ist die geflogene Höhe auch über 3'000 m.
Eigentlich unnötig, auf die dringende Notwendigkeit von Sauerstoff hinzuweisen. Die Piloten
sind verpflichtet, die Flugzeuge mit einer funktionstüchtigen O2-Anlage, bei
Doppelsitzern mit entsprechender Doppelanlage oder zwei Einzelgeräten, und ausreichend Flaschenvorrat
auszurüsten. Über 5'500 m AMSL ist die auch beim
EDS-D1 die Benutzung einer Maske
zwingend vorgeschrieben. Eine hohe Sicherheit im Lager wird angestrebt!
Seit 2004 existiert das neue
Kollisionswarnsystem FLARM. Es ist erwünscht, dass alle Flugzeuge
mit diesem Gerät ausgerüstet sind! Bitte vermerkt dies auch bei der Anmeldung an entsprechender Stelle!
Rodeo gefällig?
Wie schon oben sanft darauf hingewiesen, kann es in unmittelbarer Platznähe wegen
der herrschenden extremen Windverhältnissen gelegentlich zu sehr ruppigen Situationen kommen.
Mühsame Steigversuche in Hangnähe mit anschliessender Landung, +6 m/s und -6 m/s
im gleichen Kreis im Abkreisraum verlangen beherrschte und extrem rasche Reaktionen des Piloten!
Unsachgemässe Flüge mit entsprechenden Landungen haben auch schon zu unangenehmen
Resultaten geführt. Aus diesen Gründen wird von allen Piloten dringend
verlangt, eine Mindesterfahrung von 100 - 150 Flugstunden seit Brevet, 50 Stunden in
den Hochalpen und 5 - 10 Stunden aktuelles Training mitzubringen. Sicherheitsbewusste
Piloten sind sich dessen auch bewusst.
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